Kirschlorbeer als Sichtschutz im Garten

Immer beliebter wird bei uns der Kirschlorbeer, der richtiger Lorbeerkirsche heißen müsste. Die Blätter ähneln dem Echten Lorbeer, daher der Name. Die Lorbeerkirsche gehört zu den Rosengewächsen und heißt botanisch Prunus laurocerasus. Bis zu 7 Meter hoch werden einzelne Sorten dieser aus Kleinasien stammenden Kirschlorbeer Pflanzen. (mehr Infos hier: http://www.kirschlorbeer-pflanzen.de )

Die Beliebtheit wächst
Die immergrüne Hecke ist bald an jeder Grundstücksgrenze und an jedem Zaun zu sehen. Die günstige Anschaffung und der schnelle Wuchs überzeugen immer mehr Gartenbesitzer diese Form des Sichtschutzes zu wählen. Ein immergrüner Schutzwall für das ganze Jahr. Schon nach kurzer Zeit wächst die Bepflanzung mächtig und schirmt vor Staub, Lärm und Blicken ab. Dieses schnelle Wachstum ist es auch, was zu Problemen führt. Wird die Hecke, damit sie schneller hoch wachst, nicht regelmäßig gekürzt, wird sie sehr wuchtig und vor allem breit. Diese unschöne und sehr platzraubende Breite ist kaum wieder rückgängig zu machen, da man sonst im unteren Bereich schnell kahle Äste riskiert. Überhaupt ist nur ein größerer Garten geeignet für eine Kirschlorbeerhecke. (Tipps für Kirschlorbeer Hecken: http://www.kirschlorbeer-pflanzen.de/kirschlorbeerhecke ). Selbst bei einem regelmäßigen und mehrmaligen Rückschnitt ist die Lorbeerkirsche raumfordernd. Natürlich bedeutet der schnelle Wuchs über der Erde auch, dass sich unter der Erde einiges tut. So gilt schon immer als Faustregel, das Volumen über dem Erdboden wird auch unter der Oberfläche für das Wurzelwerk benötigt.

Die wichtigsten Probleme mit der Lorbeerkirschekirschlorbeer-cherry

  • Braune Blätter:
    Sind fast immer ein Zeichen, das auf Wassermangel hin deutet. Oft wird der Wasserbedarf unterschätzt, gerade im Winter und in der Anwachsphase braucht die Lorbeerkirsche regelmäßig Wasser.
  • Wachstum:
    Das schnelle Wachstum bedeutet auch, dass viele Nährstoffe gebraucht werden. Das Düngen mit Hornspäne zu Beginn der Saison ist einfach und damit kann man nicht überdosieren.
  • Vorsicht giftig:
    Der Kirschlorbeer wurde zur Giftpflanze des Jahres 2013. Blätter und Samen bilden zerkaut Blausäure. Also Vorsicht, achten Sie auf Kinder und Haustiere.
  • Krankheiten:
    Die häufigsten Krankheiten sind der echte und der falsche Mehltau, sowie die Schrotschusskrankheit. Dies sind alles Pilzkrankheiten, daher ist meist der Einsatz von Fungizid unumgänglich.
  • Standortwahl:
    Hier hat der Kirschlorbeer kaum Ansprüche, außer im Vollschatten gedeiht er fast überall.
  • Rückschnitt:
    Der erste Rückschnitt im Jahr sollte Ende Mai erfolgen. Danach ist bis je nach Bedarf bis Ende Juli die beste Zeit, der Hecke Einhalt zu gebieten. Das Schnittgut verrottet sehr schlecht, daher ist es ratsam dieses in eine Kompostanlage zu bringen.

Marmelade aus der Giftpflanze ?
Blätter und Samen sind giftig! Schon etwa 10 zerkaute Blätter können gesundheitliche Probleme verursachen. Wie so oft in der Natur sind die Samen eher noch intensiver, noch giftiger. Die Früchte können Kinder dazu verleiten sie zu ernten und in der Frucht verbirgt sich der giftige Kern. Ein verspielter Junghund kaut schon einmal auf Ästen und dann auch auf den giftigen Blättern herum. Achten Sie daher unbedingt auf Kinder und Haustiere.

Die frischen reifen Früchte des Kirschlorbeers schmecken süß, mit einem bitteren Nachgeschmack. Die Früchte der Lorbeerkirsche werden traditionell in der Türkei zu Marmelade verarbeitet. Genauso wird in England aus der ebenfalls giftigen Eibe, Marmelade herstellt. Doch dies sollte eine Sache für die Fachleute bleiben.
Die Besonderheiten verschiedener Sorten:

  • rötlicher Blattaustrieb Diana, Etna
  • starker Wuchs – Caucasica, Green Survival
  • sehr winterhart – Cherry Brandy, Macrophylla
  • mittlerer Austrieb – Mano, Van Nes
  • besonderes Blatt – Genolia, Low`n Green

Kritik von Nabu
Der Naturschutzbund warnt vor der umgreifenden, hochgiftigen, ökologischen Pest. Oft stehen zu sehr beliebte exotische Pflanzen in der Kritik die heimische Flora zu bedrängen. So schreibt der Nabu Vorsitzende, dass eine Betonmauer ökologisch sinnvoller ist. Die heimischen Vögel und Insekten können oft nichts mit den fremdländischen Gewächsen anfangen. Im schlimmsten Fall wird das ökologische Gleichgewicht gestört. Dies kann man nicht einfach von der Hand weisen, wenn man zum Beispiel die explosive Vermehrung des Bärenklaus betrachtet. Wer also heimischen Vögeln eine Nistchance geben möchte, könnte zum Beispiel die geplante Hecke mit standorttypischen Sträuchern auflockern. (Link: http://nabu-bremen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1314:nabu-warnt-vor-kirschlorbeer&catid=99:gartentipps&Itemid=614 )